Biblische Antworten

 

FAQ - Frequently asked questions
Häufig gestellte Fragen - zur Theologie:

Sie haben eine Frage, welche die Theologie betrifft? Im folgenden haben wir immer wieder kehrende Fragen (u.a. aus unserer Bibelrunde) zusammengetragen und versucht, eine kurze Antwort darauf zu geben. Bitte beachten Sie dabei, dass es sich dabei um Antwortversuche handelt, die keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erheben - dies würde den Platz dieser Seite sprengen. Sie sollen jedoch sehr wohl zum nach- und weiterdenken anregen.


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  Dürfen Juden und Christen zusammen in einem Gottesdienst die gleichen Gebete sprechen oder verletzen sie damit ihren Glauben?
Als Christen beten Sie in jedem Gottesdienst de facto auch jüdische Gebete, etwa die Psalmen. Eine bessere Kenntnis des religiösen jüdischen Lebens kann darüber hinaus auch zu einem besseren Verständnis der christlichen Liturgie verhelfen. Für Juden und für Chrsiten ist außerdem die Heilige Schrift ein wesentlicher Bestandteil ihrer Liturgien: für die Verkündigung des Wortes Gottes, die Antwort auf dieses Wort, das Lobgebet und die Fürbitte für die Lebenden und die Toten sowie die Anrufung göttlichen Erbarmens. Der Wortgottesdienst hat mit der ihm eigenen Form sogar seinen Ursprung im Judentum! Aber auch das uns von Jesus selbst überlieferte "Vater Unser" entstammt dieser jüdischen Tradition. Es gibt also große Ähnlichkeiten zwischen jüdischer und christlicher Liturgie und oftmals werden die gleichen Gebete gesprochen (eben bsp. Psalmen). Von einer Verletzung des Glaubens kann daher gar keine Rede sein! Allerdings gibt es auch Unterschiede in den Inhalten der Liturgie, dies wird besonders beim Osterfest ersichtlich. Christen und Juden feiern das Paschafest: die Juden das auf die Zukunft ausgerichtete geschichtliche Pascha; die Christen das im Tod und in der Auferstehung christi in Erfüllung gegangene, wenn auch noch stets auf die endgültige Vollendung harrende Pascha (vgl. KKK 1096). Christliche Gebetstexte können hier also nicht einfach eins zu eins von Juden übernommen werden. Somit lässt sich zusammenfassend sagen: Christen beten ständig Gebete aus jüdischer Tradition (Psalmen, Vater Unser), es gibt jedoch auch christliche Gebete, welche Juden nicht annehmen würden.
   
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  Ich glaube nicht (mehr). Wo kann ich in einer Welt wie dieser voller Krieg, Leid noch feststellen, dass es Gott überhaupt gibt?
In dieser Welt gibt es viel Negatives zu hören und zu erfahren. Wir sind durch die Medien immer mit dieser Seite der heutigen Welt konfrontiert. Aber es ist nicht die ganze Wirklichkeit. Unsere Welt hat auch ihre guten Seiten. Nicht nur Krieg, sondern auch Frieden; nicht nur das Zerstören, sondern auch das Aufbauen; nicht nur Leid, sondern auch Heil(ung) sind in dieser Welt erfahrbar. Es hängt von uns ab ob wir diese Welt einseitig oder ganzheitlich wahrnehmen wollen. In dieser ganzheitlichen Sich der Welt sind auch Spuren Gottes zu finden. Ein anderer Ort wo man Gott erspüren kann, sind die menschlichen Beziehungen, die im Frieden gelebt und gestaltet werden. Damit meine ich Beziehungen wie Liebe und Freundschaft, Gemeinschaft der Kirche, Gemeinschaft der Menschen die sich für das Gute einsetzen .Spuren Gottes sind auch in uns zu entdecken. In jedem von uns gibt es Seiten zu entdecken, die hell und freundlich sind. Diese sprechen von Gott, oder besser gesagt, durch diese spricht Gott zu uns. Die Spuren Gott in dieser Welt muss man entdecken wollen, dann gelingt es auch.
   
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  Ich glaube, die Kirche hat Gott nur erfunden um Macht auszuüben. Was sagen Sie dazu?
Rein logisch gesehen konnte die Kirche Gott nicht erfinden, weil es zuerst Jesus gab mit seiner Botschaft und erst dann ist die Kirche entstanden. Der Kirche sollte es nicht um die Macht gehen. Die Kirche ist da um die befreiende Botschaft Jesu weiterzugeben. Ihre Aufgabe ist das Erinnern und das Weitergeben und nicht Beherrschen. Die Kirche, das sind Menschen und wo Menschen sind, passieren auch Fehler. Immer wenn die Kirche Fehler macht, bedarf sie Menschen die ihr helfen sich zu erinnern. Erinnern an die Aufgabe, die ihr aufgetragen wurde.
   
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  Ein Verwandter starb vor kurzem an Krebs. Wie kann Gott solch ein Leid zulassen?
Der Gott an den wir glauben ist kein Wundertäter, der durch die Welt reist und alles was nicht in Ordnung ist repariert. Das Leid und Sterben gehört so zum menschlichen Leben wie das Glück und das neue Leben. Zum Spektrum unseres Lebens gehört sowohl das eine wie auch das andere. Unser Glaube an Gott hilft uns in diesem Ganzen einen Sinn zu sehen. Die Frage warum jemand verstorben ist, lässt sich nicht einfach beantworten. Diese Warum-Frage wird zu einer Wozu-Frage. Wozu ist der Tod meines Nächsten in meinem Leben gut. Was kann er bewirken, wie geht es weiter. Der Glaube vermag uns auch die Hoffnung zu schenken. Hoffnung darauf, dass das Leben weiter geht, dass das Ganze einen Sinn hat. Würde Gott das Leiden nicht zulassen, wären wir nicht ganz Menschen. Unser christlicher Glaube sagt uns, dass der Tod kein Weggang, sondern ein Übergang zu einem Leben in Fülle ist.
   
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  Ich trete aus der Kirche aus, weil ich ständig Kirchenbeitrag zahlen muss, aber ansonsten nichts mit der Kirche zu tun habe. Was „bringt mir“ die Kirche?
Wie kann eine Kirche, die im Reichtum schwimmt (kostbare Kelche, Vatikan-museen etc.), von mir verlangen so viel Kirchenbeitrag zu zahlen?
Die Kirche hat die Aufgabe das Reich Gottes auf dieser Erde zu verbreiten. Das heißt, dass sie sich für das Gute in dieser Welt einsetzt. Sie setzt sich dafür ein, dass Gott in dieser Welt mehr spürbar wird. Sie soll die Menschen zu einem erfüllten Leben führen. Ihre Aufgabe ist dieses Reich Gottes unter den Leuten zu verbreiten und daran zu erinnern, dass wir Söhne und Töchter Gottes sind. Als solche, als Christen haben wir auch die Verantwortung für diese Welt. Die Liebe in dieser Welt soll mehr sein. In diesem ganzen Bemühen sind wir nicht alleine. Wir sind mit Gott verbunden. So bekommt diese Welt auch mehr Sinn, weil das Diesseits mit dem Jenseits eng verbunden ist. Christ zu sein ist nicht eine Frage der Mitgliedschaft, es ist ein Auftrag. Um diesen zu erfüllen bedarf es in dieser Welt auch finanzielle Mittel. Alles Geld was die Kirche bekommt, wird transparent eingesetzt. Der ganze Reichtum der Kirche hat sich in den letzten 2000 Jahren als Erbe eingesammelt und wird auch verwendet. Sehen wir all die Aktivitäten der Kirche(n): Bildung, Entwicklung, Verkündigung, Caritas sind nur ein paar Bereiche in denen sich die Kirche mit ihrer Botschaft und auch ihrem Geld engagiert. Um mehr Klarheit in die Frage des Kirchenbeitrags zu bringen, möchte ich sie auf folgende Homepage zu verweisen: www.kirchenbeitrag.at.
Hier erfahren sie, wie ihr Kirchenbeitrag weiterverwendet wird.
   
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  Warum sollte ich jeden Sonntag den Gottesdienst besuchen? Gemütliches Aufstehen, langes Frühstücken und joggen entspannt doch viel mehr!
Der Sonntagsgottesdienst hat mit dem Auftrag der Kirche zu tun. Erinnern an das Leben, die Botschaft, Tod und Auferstehung Jesu. Erinnern an das Gottesreich, das in dieser Welt mit Jesus begonnen hat. Dieses Erinnern geschieht unter anderem in der Verkündigung der Kirche und in besonderer Weise in der Feier der Eucharistie. Der sich nicht erinnert, vergisst auch sehr schnell. Bei dieser Erinnerung wird Jesus immer wieder gegenwärtig. Wenn wir als Christen in dieser Welt agieren wollen, brauchen wir auch diese Erinnerung. Die Eucharistiefeier ist das Zentrum und die Quelle unseres christlichen Lebens. Es ist mit der Frage der Prioritätssetzung verbunden. Was ist mir wichtiger? Erholung ist ein wichtiges Element des Sonntags, aber nicht das einzige. Am Sonntag lassen sich beide Seiten (das Private und das Kirchlich-Gemeinschaftliche) miteinander verbinden.
   
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  Ich habe noch nie verstanden, was bei der Wandlung wirklich passieren sollte! Wie kann Brot zu Jesu Leib und Wein zu seinem Blut werden?
Jesus hat kurz vor seinem Tod mit den Jüngern ein Mahl gefeiert. Bei diesem Mahl hat er Brot gebrochen und aus dem Kelch getrunken. „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Das ist ein Auftrag. Durch das gemeinsame Halten der Eucharistie erinnern wir uns an diesen Jesus. Damit diese Erinnerung auch deutlich wird, bedarf es auch einer sinnlichen Erfahrung. Deswegen Brot und Wein. Alles was der Mensch mit den Sinnen wahrnehmen kann, kann er auch besser verstehen. Das heißt, Jesus ist unter uns als Person in Gestalt von Brot und Weines gegenwärtig. Brot und Wein bekommen dabei bei der Eucharistie eine neue Bedeutung. Durch sie wird Christus auf eine andere Weise unter uns gegenwärtig. Er wird real gegenwärtig. Wir essen bei der Eucharistie kein Fleisch, sondern wir empfangen Christus im Brot. Das Brot und der Wein werden so zum „Träger“ der Gegenwart Christi. Die sinnlich-wahrnehmbaren Eigenschaften von Brot und Wein bleiben erhalten. Christus bedient sich des Brotes und des Weines um sich erfahrbar zu machen. Vielleicht wäre es hilfreich die Worte „Das ist mein Leib, das ist mein Blut“ mit „Das bin ICH, MEINE PERSON in Brot und Wein unter euch real gegenwärtig. Der Jesus, der für euch gestorben ist“ zu ersetzen.
   
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  Kann mir jemand endlich die „Dreifaltigkeit“ erklären?
Der Glaube an Gottes Dreifaltigkeit ist eine spezifische Ausprägung des christlichen Glaubens an den einen Gott. Wir glauben nicht an drei Götter in einem Gott, sondern an einen Gott in drei Personen. Gott ist die Liebe. Echte Liebe kann sich erst in einer Beziehung zu einem „Du“ beweisen/erweisen. Diese ist die „Vater-Sohn“ Beziehung. Sie ist aber kein Egoismus für zwei, sondern sie schenkt sich weiter, sie ist gemeinschaftlich und Gemeinschaft stiftend. Wenn wir also sagen und glauben, dass Gott Liebe ist, meinen wir damit keinen in der Liebe selbstgenügsamen Gott, sondern Gott der schon in sich diese Liebe verwirklicht. Unser Gott ist kein Gott, der ganz oben auf der Spitze einer Pyramide thront und unantastbar ist. Der Gott des christlichen Glaubens ist ein Gott der Gemeinschaft in sich. Jede dieser drei Personen ist ganz Gott. Der Vater ist ganz Gott, der Sohn ist ganz Gott und der Hl. Geist ist ganz Gott. Diese drei bilden eine „unvermischte dynamische Einheit“, eine Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die Freiheit ermöglich, die „Raum“ schafft, die den anderen gelten lässt. Vielleicht kann ein so verstandener Gott uns zu einem Vorbild sein. Das Göttliche ist nicht ganz oben zu suchen, sondern es ist unter uns zu verwirklichen. Erst dann wenn ich dem anderen neben mir Raum schaffe, wenn ich dem Anderen Freiheit gewähre und wenn ich den Anderen in seiner Ganzheit gelten lasse, erst dann habe ich etwas von dem Dreifaltigen Gott verstanden.
Dies ist ein möglicher, wenn auch nicht der einzige Zugang zur Lehre vom Dreifaltigen Gott. Ein Zugang zum Mysterium unseres Glaubens. Ein Mysterium kann man nie ganz durchschauen. An ein Mysterium kann man sich jedoch von verschiedenen Seiten antasten.
   
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  Warum muss ich zu einem Priester beichten gehen, ich kann meine Sünden ja auch direkt Gott im Gebet sagen. Wieso kann mir nur ein Priester Sünden vergeben?
Die Beichte ist eine Form der Versöhnung. Es ist eine der vielen Formen wie man sich mit sich, der Welt und Gott versöhnen kann. Uns in der Kirche ist immer wieder die Möglichkeit gegeben einen neuen Anfang zu machen. Dieses Verarbeiten des Vergangenen, verbunden mit der Versöhnung und Lossprechung bietet das Sakrament der Beichte. Er ist die Versöhnung auf einer anderen Ebene. Sicherlich können wir die Vergebung unserer Sünden auch im Gebet erbitten. Aber in der Beichte besteht die Möglichkeit unsere Fehler noch einmal bewusst auszusprechen und gegebenenfalls mit dem Priester zu besprechen. Das ist ein therapeutischer Aspekt der Beichte. Ein anderer Aspekt ist der Sakramentale. Der Priester spricht mir die Vergebung Gottes zu. Das kann sich der Mensch nicht zusprechen. Man kann sich das vielleicht einreden, aber die konkrete Erfahrung der Vergebung von Gott her ist in dieser Form nur in der Beichte erfahrbar. Diese Vergebung ermöglicht uns einen wirklich neuen Anfang zu machen. Es geht nicht nur um das „Sagen unserer Sünden“, sondern um die Vergebung Gottes, die durch die Beichte in einer Form der Feier gegeben wird.
   
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Wie kann die Kirche behaupten, der Papst könne „unfehlbar“ sein?
Das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes wurde am Ersten Vatikanischen Konzil verkündet. Diese Lehre besagt:
1. dass die Gemeinschaft der Glaubenden im ganzen durch Gottes Gnade, nicht durch menschliche Fähigkeit, davor bewahrt wird, aus der Wahrheit und Liebe Gottes herauszufallen, und
2. dass das Lehramt der Kirche, wenn es Inhalte der Offenbarung Gottes mit letzter Verbindlichkeit vorträgt, durch die Gnade Gottes vor Irrtum bewahrt wird.
Mit dieser Lehre ist nicht gemeint, dass alles was der Papst sagt unfehlbar wäre. Damit ein Äußerung des Papstes unfehlbar gelten kann müssen folgende Bedingungen erfüllt werden: Der Papst spricht unfehlbar, wenn er als oberster Hirt und Lehrer aller Christusgläubigen, der seine Brüder im Glauben stärkt, eine Lehre über den Glauben oder die Sitten in einem endgültigen Akt verkündet. Nicht nur dem Papst wurde diese „Gabe der Unfehlbarkeit“ zugesprochen. Die Gläubigen haben auch an dieser teil. Im Katechismus der Katholischen Kirche können wir nachlesen:„Christus der die Wahrheit ist, wollte auch seine Kirche an seiner eigenen Unfehlbarkeit teilhaben lassen. Durch den „übernatürlichen Glaubenssinn“ hält das Gottesvolk unter der Leitung des lebendigen Lehramtes der Kirche den Glauben unverlierbar fest.“ Die Unfehlbarkeit des Papstes ist nicht beliebig einsetzbar. Bis heute hat der Papst nur zweimal in der Geschichte „unfehlbar“ gesprochen.

   
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  Ich kann an keine Kirche glauben, die Kreuzzüge und Hexenverbrennungen zu verantworten hat. Ist das nicht moralisch untragbar?
Die Kirche ist seit 2000 Jahren da. In dieser Zeit hat sie viel aufgebaut aber auch viel falsch gemacht. Die Kirche besteht aus Menschen die nicht perfekt sind. Wir Menschen machen auch viele Fehler aus denen wir lernen. Die Aufgabe der Christen ist es auch innerhalb der Kirche auf mögliche Fehler hinzuweisen. Die Kreuzzüge, Hexenverbrennungen usw. waren nicht richtig. Der Papst hat sich in seiner Vergebungsbitte für alles entschuldigt, was die Kirche falsch gemacht hat. Es ist die Aufgabe der Geschichte diese Begebenheiten zu klären. Für uns heißt das, dass wir in einer Kirche leben die manchmal zu viel vom menschlichen Versagen geprägt ist. Es ist die Realität. Wir müssen auch sehen, dass trotz der Menschen und menschliche Fehler die Botschaft Jesu weiter lebt und viele Menschen begeistert hat. Kirche hat viel am Guten in dieser Welt bewirkt. Wenn wir die negativen Seiten der Kirche wahrnehmen, müssen wir dann lernen auch die positiven Werke zu sehen. Das gehört zu einem gesunden christlichen Realismus dazu. Wir glauben trotzdem oder gerade deswegen. Beides ist in der Kirche möglich, beides gehört zu ihrer Realität.
   
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  Gibt es für Gläubige anderer Religionen wie Buddhismus, Islam oder Judentum keine Erlösung? Was ist mit Menschen, die nie die Möglichkeit hatten das Christentum kennen zu lernen – haben sie Chance auf Heil?
Für alle Menschen gibt es Erlösung. Christi Tod heißt Erlösung und Rettung für alle. Jeder Mensch, auch Angehörige anderer Religionen, so weit sie der Wahrheit ihrer Religion folgen, befinden sich auf dem Weg zum Heil. Das Zweite Vatikanische Konzil drückt es mit folgenden Worten aus: “Alle Völker sind ja eine einzige Gemeinschaft, sie haben denselben Ursprung, da Gott das ganze Menschengeschlecht auf dem gesamten Erdkreis wohnen ließ; auch haben sie Gott als ein und dasselbe letzte Ziel. Seine Vorsehung, die Bezeugung seiner Güte und seine Heilsratschlüsse erstrecken sich auf alle Menschen, bis die Erwählten vereint sein werden in der Heiligen Stadt, deren Licht die Herrlichkeit Gottes sein wird; werden doch alle Völker in seinem Lichte wandeln." Jeder, egal welcher Religionsangehörigkeit, soweit er auf der Suche nach der Wahrheit ist, geht den Weg den Christus gegangen ist. Dieser Weg zur Wahrheit ist der Weg Jesu, der sagt: „Ich bin das Leben, die Wahrheit und die Auferstehung.“ Auch von dem, der Christus nicht kennt und diesen Weg geht, können wir sagen, dass er unbewusst den Weg Christi geht.
   
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Ich kann an keine Kirche glauben, die Reliquien anbetet – das sind doch nur Knochen! Das ist Machtmissbrauch der Kirche!
Die Reliquien werden nicht angebetet. Die Anbetung gehört allein nur Gott. Das ist die kirchliche Lehre. Die Reliquien werden in der Kirche verehrt. Das ist aber von der Anbetung zu unterscheiden. Das Bedürfnis, Erinnerungsstücke an Tote, auch körperliche wie z.B. Haare, aufzubewahren, ist allgemein menschlich verbreitet und stellt eine Äußerung der Liebe und Verehrung dar. Es ist eine Facette der Religiosität zu der niemand gezwungen wird. Bei einer Reliquie geht es um eine Erinnerung an der verstorbenen Heiligen. Dies hat mit der Macht der Kirche in den Machansprüchen der Kirche in der heutigen Zeit wenig zu tun.

   
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